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TU Berlin

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Abstract 4

Die temporär verankerte Unterfangung aus dem Blickwinkel der Bauordnung Berlin

Dipl.-Ing. Georg Breitsprecher,
Dipl.-Ing. Alexander Mühl
CDM Smith Consult GmbH

Die Bauordnung Berlin verlangt unter dem § 12 „Standsicherheit“, dass jede bauliche Anlage im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen für sich allein standsicher sein muss und dass die Standsicherheit anderer baulicher Anlagen und die Tragfähigkeit des Baugrundes der Nachbargrundstücke nicht gefährdet werden dürfen. Des Weiteren lässt sie die Verwendung gemeinsamer Bauteile für mehrere bauliche Anlagen nur dann zu, wenn öffentlich-rechtlich gesichert ist, dass die gemeinsamen Bauteile bei der Beseitigung einer der baulichen Anlagen bestehen bleiben können. Bei der Erstellung von Baugruben neben Bestandsgebäuden und insbesondere bei der in diesem Zusammenhang erforderlichen Unterfangung der Nachbargebäude spielen diese Regelungen eine maßgebliche Rolle. So muss der unterfangene, benachbarte Altbau neben dem Neubau abgerissen werden können, ohne dass hierdurch die Standsicherheit des Neubaus betroffen sein könnte. Ebenso muss aber auch der Neubau zeitlich noch vor dem unterfangenen, benachbarten Altbau abgerissen werden können, ohne dass hierdurch die Standsicherheit des unterfangenen Altbaus betroffen sein könnte. Aus diesen Bedingungen könnte abgeleitet werden, dass die Unterfangung eines benachbarten Bauwerkes einschließlich ihrer Verankerung als Dauerbauwerk geplant und ausgeführt werden muss. Der weitaus überwiegende Teil aller Unterfangungen in Berlin wird in der Praxis– wenn eine Verankerung erforderlich ist – mit Temporärankern geplant und hergestellt.

Anhand einer Recherche bei Planern und Bauunternehmen und anhand eines Beispiels werden im Beitrag folgende Fragen behandelt:

  •  Ist ein Neubau neben einem Altbau derart zu bemessen, dass er die horizontalen Lasten aus der Nachbarbebauung/Unterfangung ab dem Zeitpunkt übernehmen kann, ab dem die temporäre Verankerung als nicht mehr wirksam angenommen werden muss?
  • Ist ein Abriss bzw. Rückbau des Neubaus im Hinblick auf die Standsicherheit des Nachbarbauwerks bereits bei der Planung des Neubaus zu berücksichtigen?
  • Was kann bzw. muss im Hinblick auf die gestellten Fragen in einer nachbarschaftsrechtlichen Vereinbarung bzw. in einer Baulastvereinbarung geregelt werden?

 

 

 

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