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TU Berlin

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Abstract 15

Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken der DB AG in verkarstetem Gebirge - Erfahrungen mit der baubegleitenden Karsterkundung am Beispiel der Neubaustrecke (NBS) Wendlingen – Ulm

Dipl.-Geophys. Frank Meier,
Dipl.-Ing. Christian Hotz,
Dipl.-Ing. Cornelia Olberg,
Dipl. Geol. Till Singhal-Bohrmann
FUGRO Consult GmbH

Der Neubau der Hochgeschwindigkeitsstrecke der DB AG zwischen Wendlingen und Ulm bildet zukünftig, als Bestandteil des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes der Eisenbahnen, die schnelle Bahnverbindungzwischen Stuttgart und München. Die Tage des gemächlichen Überwindens des Albanstiegs (Geislinger Steige) gehören dann der Vergangenheit an. Mit den Bauarbeiten zum Neubau der Streckeauf der Albhochfläche wurde im Jahr 2013 begonnen.

Auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb verläuft die Strecke parallel zur bestehenden Autobahn BABA8 Stuttgart – München und quert zwischen km 53,8 (Hohenstadt) und km 72,7 (Dornstadt) auf ca. 18,9 km verkarstetes Weißjura-Gebirge. Ab ca. km 72,7 wird das Weißjura-Gebirge von den tertiären Sedimenten der Unteren Süßwassermolasse (Länge ca. 2,5 km) überlagert.

Vor Beginn der eigentlichen Bauausführung erfolgt eine flächendeckende Erkundung der Karstsituation im Bereich der Einschnitte, Dammaufstandsflächen und Brückenbauwerken anhand von geophysikalischen Messmethoden (seismische Cross-Hole Tomografie, Down-Hole Messungen, weitere Bohrlochgeophysik, Gravimetrie, Hybridseismik) in Kombination mit direkten Aufschlüssen (Kernbohrungen, Schürfen). Auf der Grundlage der Ergebnisse der Karsterkundung erfolgt die endgültige Festlegung der bautechnischen Maßnahmen zur Gründung der Erdbauwerke der Strecke sowie der Kunstbauwerke.

Die Fugro Consult GmbH führt im Auftrag der ausführenden Baufirmen im Bereich der Albhochfläche diebaubegleitende Karsterkundung durch. Der Tagungsbeitrag gibt einen Überblick über die Methodik der Karsterkundung und die dabei gewonnenen Erfahrungen. Insbesondere wird auf die Besonderheiten dergeophysikalischen Erkundung von karstbedingten Risiken eingegangen. Es wird verdeutlicht, dass eine den lokalen geologisch/geotechnischen Bedingungen angepasste Interpretation einen unverzichtbarenBeitrag für die geotechnische Bewertung des z.T. komplizierten Baugrundes leistet.

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