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TU Berlin

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Abstract 9

Ergebnisse der Verformungsmessungen an einer kombinierte Gründung für eine Eisenerzverarbeitungsanlage

Dr.-Ing. Wolfgang Sondermann ,
Dr.-Ing. Wolfgang Wehr
Keller Holding GmbH, Offenbach

Eine große international Rohstoffvertriebsorganisation errichtet zur Zeit ein Eisenerzumschlagzentrum an der Nordwestküste von Malaysia wobei die Gründung der Eisenerzhalden einerseits und der Haldenschütt- und Rücklagegeräte mit Förderbändern andererseits bei sehr inhomogenen Baugrundverhältnissen und hohen Anforderungen anminimale Verformungen der Beschickungsanlagen zu erstellen waren.

Der sehr inhomogen Baugrund besteht zum Teil aus 30m mächtigem sehr weichen Ton und Schluff mit Spitzendrücken der Drucksonde um 1 MPa aber auch zum anderen Teil aus Fels. Das Gründungskonzept für die gesamte Anlage wurde für unterschiedlichen Baugrundaufbauen entwickelt wobei Baugrundverbesserungsmaßnahmen für die Aufhaldungs- und Anlagenbereiche mit verschiedenen Rastern und Behandlungstiefen eingesetzt und Pfahlgründungen für die Beschickungsanlagen. Analytische Setzungsberechnungen brachten hervor, dass eine Gründung der Beschickungs- und Förderanlagen nur auf Bodenverbesserungselementen auf Grund der spezifizierten Differenzsetzungen nicht möglich war. Detaillierte analytische Verformungsberechnungen ergaben, dass mit anfangs bis zu 40m lange vorgesehenen konventionelle Bohrpfählen jedoch die spezifizierten Horizontalverformungen der Kranbahnen nicht eingehalten werden konnten. Durch Anordnung von Abschirmelementen, die in Form eines Keils verbunden waren, wurden die Verformungen der Tragpfähle reduziert. Der Einfluss von 10. Hans-Lorenz-Symposium Vortragsvorschlag, Kurzfassung 2 Anordnung und Steifigkeit dieser Abschirmungen auf Beanspruchung und Verformung der Tragpfähle wurde untersucht und die Optimierungsmöglichkeiten werden aufgezeigt.

Das Trag- und Verformungsverhalten dieses Systems wurde während der ersten Aufhaldungs- und Konsolidierungsphase mit einem umfänglichen Messprogramm begleitet um die Vorgaben der analytischen Untersuchungen

  •  maximale Höhe für die erste Belastungshöhe soll nicht mehr als 4m sein und zwar in Stufen, die 2m/Woche nicht überschreiten
  • Wartezeit von mindestens 4 Woche vor der nächsten Schüttung soll bei jedem 4m- Intervall eingehalten werden
  • nachfolgende Schüttungsrate soll 1m/Woche nicht überschreiten
  • Materialschüttung soll gleichmäßig erfolgen
  • nach Erreichen der vollen Schütthöhe soll die Haldenmitte um 1m überfüllt werden
  • Konsolidierungszeit von 3 Monate ist vorgesehen um 95% Primärkonsolidierung bei Ende der Erstbelastung zu erreichen

zu verifizieren und ggf. Optimierungen im Ablauf zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Messungen und die draus abgeleiteten Änderungen der Beschickung werden vorgestellt und diskutiert.

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