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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Abstract 8

Herstellung der 34 m tiefen Besichtigungsbaugrube am Waidmarkt in Köln – Spezialtiefbau unter besonderen Anforderungen

Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Moormann
IGS - Institut für Geotechnik der Universität Stuttgart

Dipl.-Ing. Ulrich Sieler
TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH, Grundbauinstitut

Guido Kahlen
Stadtdirektor der Stadt Köln

Dipl.-Ing. Jörn Schwarze
Vorstand der Kölner Verkehrsbetriebe AG

Der Einsturz des Stadtarchivs in Köln am 3. März 2009 war ein dramatischer Schadensfall für den innerstädtischen Spezialtiefbau. Die Untersuchungen und Ermittlungen zurSchadensursache erfordern wegen der bedauerlichen Todesfälle und der Schadenshöhe einen besonders hohen Grad an Sorgfalt und dauern bis heute an.

Zur Klärung der Schadensursache wird derzeit im Auftrage der Stadt Köln und der Kölner Verkehrsbetriebe AG unmittelbar anschließend an das havarierte Gleiswechselbauwerk eine 34 m tiefe Besichtigungsbaugrube ausgeführt. Bedingt durch die extrem hohen Verformungsanforderungendes bestehenden Gleiswechselbauwerks und durch die Anforderung,die Beweissituation nicht zu beeinflussen, stellt die Ausführung dieser tiefen Baugrube eine große technische Herausforderung dar. So war für die Umschließung eine überschnittene Bohrpfahlwand mit bis zu 48 m langen Pfählen auszuführen; Pfähle in vergleichbare Tiefenwurden im Kölner sehr dicht gelagerten Tertiär bisher nicht ausgeführt. Weitere Herausforderungen sind der Anschluss an die Schlitzwand des havarierten Gleiswechselbauwerks mittels DSV-Säulen im Schutz einer Abschirmvereisung gegenüber dem Beweisbereich, der Einbaueines mehrlagigen absenkbaren Aussteifungssystems unter Grundwasser und der Aushub mit einer Saugpumpe.

Es soll über die Planung und insbesondere die Ausführung der Baumaßnahme berichtet werden, bei der zum Zeitpunkt des Vortrags der Aushub läuft. Zudem werden Überlegungen zu technischen Konzepten zur Sanierung des Gleiswechselbauwerks und damit zur Inbetriebnahme der Nord-Süd Stadtbahn vorgestellt.

Vor dem Hintergrund, dass zum Zeitpunkt der Baugrundtagung seit dem Schadensereignis mehr als 5 Jahre vergangen sind, werden abschließend Ansätze zum zukünftigen Umgang mit Großschäden im Spezialtiefbau zur Diskussion gestellt.

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