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TU Berlin

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Abstract 17

Optimierung von Erkundungsstrategien und Management geotechnischer Risiken für Offshore Bauwerke unter Verwendung von GIS - basierten Baugrundmodellen

MGeol. Michael Clare,
MESc. David Rushton
Fugro GeoConsulting

Dr. Rolf Balthes
Fugro Consult GmbH

Um der immer größer werdenden Nachfrage nach Energie in Europa gerecht zu werden, steigt die Anzahl und Größe von Offshore-Windparks ständig. Dabei ist es offensichtlich, dass die Datenmengen, die als Ergebnis der geophysikalischen und geotechnischen Untersuchungen anfallen, ebenfalls stark ansteigen. Eine große horizontale Variabilität der oberflächennahen Sedimente und Festgesteine trägt weiter zu einer zunehmend komplexeren Standortcharakteristik bei. Im Ergebnis bedeutet dies, dass bei größer werdenden Standorten auch die Wahrscheinlichkeit zur Variabilität von unterschiedlichen Sediment- und Festgesteinseigenschaften steigt und damit die Einschränkungen bei der Wahl von Fundamenttypen, angepasst an die vorhandene Beschaffenheit des Meeresbodens (Oberfläche und oberflächennahe Schichten) steigen.

Um eine zügige, flexible und dem Untersuchungsfortschritt angepasste Herangehensweise für die Baugrunduntersuchung zu ermöglichen, ist ein Verfahren zur Beherrschung und intelligenten Interpretation von großen Datensätzen unerlässlich. Dieser Beitrag dient dazu, einen ingenieurgeologisch fokussierten Ansatz, entwickelt durch Integration und Interpretation von fachübergreifenden Datensätzen mithilfe von GIS - basierten Baugrundmodellen zu ermöglichen. Diese Modelle werden im Laufe der Standorterkundung kontinuierlich verbessert und verfeinert, sobald im Zug weiterer Erkundungen zusätzlich neue Daten verfügbar werden. Der Beitrag beleuchtet anhand von Fallbeispielen den Aufbau und Nutzen von GIS basierten Baugrundmodellen. Die Nutzung einer GIS basierten Plattform erleichtert die zwei- und dreidimensionale Darstellung der Daten und ermöglicht somit eine effektive Visualisierung von Standortdaten für den Endnutzer. Weiterhin wird auf diese Weise auch die einfache Abfrage von großen, georeferenzierten Datensätzen ermöglicht.

Das bessere Verständnis der geologischen Verhältnisse eines Wind-Park-Standortes ermöglicht eine signifikante Reduzierung der Risiken für die Projektbeteiligten, welche durch Unkenntnis der Baugrundbedingungen entstehen. Auf diese Weise können schon in sehr frühen Planungsphasen schwierige Baugrundbedingungen erkannt, und die optimierte Gründungslösungen identifiziert werden. Entscheidend ist ferner, dass die Entwicklung eines Baugrundmodells eine intelligente Kalibrierung von geophysikalischen Daten zulässt und detaillierte Informationen zum Entwurf der Gründungsstruktur bereitstellt. Des Weiteren ist es auf Basis der Baugrundmodelle oft operativ möglich, Erkundungsstrategien in technischer und ökonomischer Sicht zu optimieren.

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