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TU Berlin

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Rückblick

7. Hans Lorenz Symposium im Rückblick

Das 7. Hans Lorenz Symposium für Baugrunddynamik und Spezialtiefbau fand am 6.10.2011 an der TU Berlin, Fachgebiet Grundbau und Bodenmechanik – Degebo, unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Savidis statt. Wie schon in den vergangenen Jahren haben etwa 300 Teilnehmer aus Industrie, Behörden, Ingenieurbüros, Hochschulen und sonstigen Institutionen an den Vorträgen und Diskussionen teilgenommen.

Nach den Grußworten des 1. Vizepräsidenten der Technischen Universität Berlin, Herrn Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen, und des Vorsitzenden der DGGT, Herrn Prof. Dr.-Ing. Georg Heerten, folgte die 7. Hans Lorenz Vorlesung als Auftakt der Veranstaltung. Sie wurde von Herrn Dr.-Ing. Wolfgang Sondermann (Keller Grundbau GmbH, Offenbach) gehalten und hatte die Baugrundverbesserung zur Herabsetzung des Verflüssigungspotentials bei Pfahlgründungen zum Thema. Gebäude auf konventionell entworfenen Pfahlgründungen können durch Erdbeben erfahrungsgemäß erheblich beschädigt werden. Als Grund wird oft eine Verflüssigung des Bodens um die Pfähle herum identifiziert. Es wurde gezeigt, dass mit modernen Methoden der Baugrundverbesserung in der Umgebung der Pfähle diese Verflüssigungsgefahr entscheidend vermindert werden kann.

Auf die Vorlesung folgte der Themenschwerpunkt Verkehrswegebau. Hier trug als erster Herr Dipl.-Ing. Lutz Adam, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, über das hochaktuelle Thema „Voraussetzungen für die rechtssichere Realisierung einer Verkehrswegeinvestitionsmaßnahme im innerstädtischen Bereich am Beispiel der BAB A 100 – 16. Bauabschnitt –“ vor. Darauf folgte ein Vortrag von Dipl.-Ing. André Mittag (GuD Geotechnik und Umweltgeologie GmbH, Leipzig) über „Unterschiedliche Maßnahmen des Spezialtiefbaus zur Altbergbausanierung im Zuge des Neubaus der Bundesautobahn A 71“.

Das Vormittagsprogramm wurde durch den zweiten Themenschwerpunkt Baugrunddynamik abgeschlossen. Der erste Vortrag zu diesem Thema von Herrn Dr.-Ing. Peter Nawrotzki (GERB Schwingungsisolierungen GmbH & Co. KG, Berlin) behandelte den Schwingungs- und Erdbebenschutz von Gebäuden und Anlagen der Kraftwerkstechnik. Der zweite Vortrag, der die Prognose, Bemessung und Ausführung von teilflächigen elastischen Gebäudelagerungen zum Schutz vor Erschütterungen zum Thema hatte, wurde von Herrn Dipl.-Ing. Winfried Schepers (GuD Geotechnik und Dynamik Consult GmbH, Berlin) präsentiert. Schließlich berichtete Herr Dr.-Ing. Christof Gipperich (HOCHTIEF Solutions AG, Essen) über Offshore Foundation Drilling, ein innovatives Verfahren für die wirtschaftliche und ökologische Installation von Offshore-Gründungen.

Nach der Mittagspause standen Vorträge aus dem Bereich Spezialtiefbau auf dem Programm. Zunächst setzte Herr Dipl.-Ing. Holger Itzeck (Bauer Resources Canada Ltd.) seine bei den vorangegangenen Hans Lorenz Symposien begonnene Reihe mit dem Titel „Spezialtiefbau anderswo“ fort. Diesmal ging es dabei um vertikale Drainagen für eine der größten Kupferminen der Welt. Danach präsentierte Herr Dipl.-Ing. Ulrich Czogalla (Brückner Grundbau GmbH, Essen) die Herstellung von Schlitzwänden, Dauer- und Temporärankern für die Errichtung des Neuen Musikforums in Breslau/Wrocław Polen. Herr Dipl.-Ing. Thomas Garbers (Ingenieurservice Grundbau GmbH, Seevetal) verglich dann unterschiedliche Verbauvarianten für Start- und Zielschächte. Herr Dipl.-Ing. Herbert Voigt (Keller Grundbau GmbH, Oranienburg) ging in seinem Vortrag auf neueste Entwicklungen und Anwendungen bei den DSM- und TSM-Verfahren ein.

In der zweiten Nachmittagssitzung wurde der Schwerpunkt Spezialtiefbau fortgesetzt. Zunächst behandelte Herr Dipl.-Ing. David Bastian (Ed. Züblin AG, Berlin) die Planung und Ausführung der 35m tiefen Trogbaugrube DESY-European-XFEL Injektorkomplex in Hamburg. Darauf folgte ein Beitrag über das hydraulisch verursachte Versagen nach EN 1997-1 in grobkörnigen Böden. Er wurde von Prof. Dr. techn. Lothar Martak (Technische Universität Wien) vorgestellt. Daraufhin berichtete Herr Prof. Dr.-Ing. Kurt-Michael Borchert (GuD Consult GmbH, Berlin) über die Bemessung von Düsenstrahlsohlen unter der Berücksichtigung von Sohlhebungen. Neue Erkenntnisse zur Ausbreitung von Silikatlösungen im Baugrund verbunden mit dem Einsatz eines ökologisch unbedenklichen Weichgels waren Inhalte des Vortrags von Herrn Dipl.-Geol. Michael Baltruschat (BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen). Das diesjährige Symposium schloss mit einem Vortrag von Dr.-Ing. Roberto Cudmani (Smoltczyk & Partner GmbH, Stuttgart) über die Hafenerweiterung Port Botany in Sydney. Er berichtete über wirtschaftliche Lösungen für die dort anstehenden höchsten geotechnischen Anforderungen.

Am Rande des interessanten und abwechslungsreichen Vortragsprogramms fanden interessante Diskussionen statt und es konnten neue Kontakte geknüpft werden.

Der Tagungsband (ISBN 978-3-8440-0407-6) kann zum Preis von EUR 49,80 über den Shaker Verlag, Aachen bezogen werden.

Das nächste Hans Lorenz Symposium wird am 11. und 12. Oktober 2012 stattfinden.

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