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TU Berlin

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Rückblick

5. Hans Lorenz Symposium im Rückblick

Der Tagungsband (ISBN 978-3-8322-8336-0) kann zum Preis von EUR 49,80 über den Shaker Verlag, Aachen bezogen werden.

Am 1.10.2009 fand an der TU Berlin, Fachgebiet Grundbau und Bodenmechanik – Degebo, unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Savidis das 5. Hans Lorenz Symposium für Baugrunddynamik und Spezialtiefbau statt. Mehr als 320 Teilnehmer aus Industrie, Behörden, Ingenieurbüros, Hochschulen und sonstigen Institutionen haben die insgesamt fünfzehn Vorträge verfolgt und an den anschließenden Diskussionen teilgenommen.

Den Auftakt zu den Vorträgen bildete die von Herrn Dr.-Ing. Bernd Schuppener (Bundesanstalt für Wasserbau, Karlsruhe) gehaltene 5. Hans Lorenz Vorlesung mit dem Titel „Warum brauchen wir Normen?“. Dr. Schuppener führte aus, wie Normen entstehen, welchen Nutzen sie für den Ingenieur, den Bauherren und die Baufirmen haben, und welche Impulse der Europäischen Normung für Geotechnik für die Zukunft zu erwarten sind.

Den anschließenden Themenschwerpunkt „Spezialtiefbau“ leitete der Vortrag von Herrn Dipl.-Ing. Björn Böhle, Brückner Grundbau GmbH, über die Herstellung der Tiefgarage Berlin Alexanderplatz in Deckelbauweise und mit Sohldichtung ein. Der folgende Vortrag von Herrn Dipl.-Ing. Jörg Sobierajski, Hochtief Consult Infrastructure, über ein Müllheizkraftwerk in Newhaven, England, für dessen tiefer gegründete Gebäudeteile aufgrund schwieriger Boden- und Grundwasserverhältnisse ein Verschwimmcaisson als Bauweise gewählt wurde, weckte ebenfalls lebhaftes Interesse.

Das Vormittagsprogramm schloss mit drei weiteren Vorträgen aus dem Bereich „Spezialtiefbau“. Im ersten Vortrag von Herrn Dr.-Ing. Jens Mittag, GuD Geotechnik und Dynamik GmbH, wurden Risiken aufgezeigt, die beim Betreiben von wirtschaftlich konzipierten Wasserhaltungsmaßnahmen und bei Grundwasser-entspannungen innerhalb von Trogbaugruben entstehen können. Ein weiterer Vortrag von Herrn Dipl.-Ing. Heinz Hölscher, Hölscher Wasserbau GmhH, behandelte den Einsatz einer neuen Wasserhaltungstechnik in der Baupraxis, die Düsensaug-infiltration. Schließlich berichtete Herr Dipl.-Ing. Stefan Mielecke, Stump Spezialtiefbau GmbH, über Untersuchungen zum Einsatz von Weichgel in Berliner Sand.

Nach der Mittagspause stellte zunächst Herr Dipl.-Ing. Georg Breitsprecher, Keller Grundbau GmbH, die Dimensionierung und Ausführung einer Baugrund-verbesserung für Bauwerke und Verkehrsflächen der landseitigen Anbindung des Flughafens Berlin-Brandenburg International vor. Danach präsentierte Herr Ralf Müller, Bauer Spezialtiefbau GmbH, die Erneuerung einer Gründungsmaßnahme mit Verdrängungspfählen am Beispiel der Bauwerke Pfeilerbahn in Hamburg. Herr Dr.-Ing. Frank Wuttke, Bauhaus-Universität Weimar, beschrieb in seinem Vortrag über Baugrunddynamik die Entwicklungen und Anwendungsgebiete in Cone Penetration Tests. Insbesondere stellte er die beiden Methoden „SeismicCone“ und „MagCone“ vor.

Die zweite Nachmittagssitzung hatte den Schwerpunkt „Gründungen von Offshore-Windenergieanlagen“. Zu diesem Thema fanden sechs Vorträge statt. Herr Christian Dahlke, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, leitete mit seinem Vortrag über Offshore-Parks in der ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee in die Problematik ein. Darauf folgte ein Erfahrungsbericht über Design und Ausführung von Offshore Windenergieanlagen von Herrn Dipl.-Ing. Hans Kahle, F+Z Baugesellschaft mbH. Der dritte Vortrag von Herrn Dr.-Ing. Udo Hartwig, Ed. Züblin AG, hatte das Züblin-Fundament, eine innovative Flachgründung für Offshore-Windenergieanlagen in großen Wassertiefen, zum Thema. Als Vorletzter setzte Herr. Dipl.-Ing. Holger Itzeck, Bauer Resources Canada Ltd., seine bei den vorangegangenen Hans Lorenz Symposien begonnene Reihe mit dem Titel „Spezialtiefbau anderswo“ fort. Diesmal ging es dabei um die Herstellung von Monopfählen in der Irischen See. Ein Beitrag von Herrn Dipl.-Ing. Fabian Wilke, Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH, zur Prognose der Materialermüdung infolge Rammung bei Monopilegründungen, beendete das interessante und abwechslungs-reiche Vortragsprogramm.

Am Rande der Tagung fanden interessante Diskussionen statt und es konnten neue Kontakte geknüpft werden.

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