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TU Berlin

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Rückblick

4. Hans Lorenz Symposium im Rückblick

Der Tagungsband (ISBN 978-3-8322-7597-6) kann zum Preis von EUR 49,80 über den Shaker Verlag, Aachen bezogen werden.

Am 9.10.2008 fand an der TU Berlin, Fachgebiet Grundbau und Bodenmechanik – Degebo, unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Savidis das 4. Hans Lorenz Symposium für Baugrunddynamik und Spezialtiefbau statt. Mehr als 250 Teilnehmer aus Industrie, Behörden, Ingenieurbüros, Hochschulen und sonstigen Institutionen haben die insgesamt dreizehn Vorträge verfolgt und an den anschließenden Diskussionen teilgenommen.

Den Auftakt zu den Vorträgen bildete die von Herrn Prof. Dr. Xiang Song Li (Hong Kong University of Science & Technology) gehaltene 4. Hans Lorenz Vorlesung mit dem Titel „Void Fabric and Sand Response – Phase Transformation, Critical State and Liquefaction (Porenraumstruktur und das Verhalten von Sand –Phasentransformation, kritischer Zustand und Verflüssigung)“. Prof. Li verdeutlichte anhand von experimentellen Ergebnissen den wesentlichen Einfluss der mikrostrukturellen Anisotropie von Sand auf dessen makroskopisches mechanisches Verhalten, und er stellte ein Konzept für elastoplastische Materialmodelle vor, um diesen Einfluss abzubilden.

 

Den anschließenden Themenschwerpunkt Tunnelbau leitete der Vortrag von Herrn Dipl.-Ing. Ludger Oligmüller, Hochtief Construction AG, über die rechnergestützte Steuerung von Schildvortrieben unter Berücksichtigung der gemessenen Verformungen des Baugrundes ein. Der folgende Vortrag von Frau Dr.-Ing. Nicole Mörchen, DYWIDAG Bau GmbH, über innovative Lösungen zur Erzielung der Dichtigkeit bei Start- und Zielsituationen beim Schildvortrieb, weckte lebhaftes Interesse.

Das Vormittagsprogramm schloss mit zwei Praxisbeispielen aus dem Wasser- und Deichbau. Im ersten Vortrag von Herrn Dr.-Ing. Jörg Franke, IGB Ingenieurgesellschaft, und Dipl.-Ing. Klaus Fabricius, Ingenieurbüro Dr. Binnewies, wurde die erfolgreiche Sanierung einer Kaimauer am westlichen Magdeburger Hafen in der HafenCity Hamburg sehr detailliert dargestellt. Ein weiterer Vortrag von Herrn Prof. Dr. Heinrich Reincke, Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg, und Dr. Martin Pohl, Bundesanstalt für Wasserbau, behandelte den Einfluß schiffserzeugter Belastungen auf die Deichsicherheit im Altenbrucher Bogen an der Unterelbe im Landkreis Cuxhaven.

Nach der Mittagspause folgten vier interessante Vorträge aus dem Gebiet des Spezialtiefbaus. Unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit stellte Herr Dipl.-Ing. Johannes Glückert, Züblin Spezialtiefbau GmbH, die bei der Noord-Zuidlijn Amsterdam ausgeführten, sehr komplexen Maßnahmen zur Vermeidung von Setzungsschäden an historischen Gebäuden durch Kompensationsinjektionen vor. Herr Dipl.-Ing. Garbers, Ingenieurservice Grundbau GmbH, präsentierte die Ausführung der Baugrube Sinterbrunnen, Salzgitter Flachstahl. Im dritten Vortrag beschrieb Herrn Dipl.-Ing. Itzeck, Bauer Equipment of Canada Ltd, anschaulich die standortbedingten Schwierigkeiten, in Alaska tiefe Schlitzwände herzustellen. Im letzten Beitrag wurden von Herrn Dipl.-Ing. Klaus Dietz, Dietz Geotechnik Consult GmbH, der duktile Rammpfahl als sehr flexibles Gründungselement vorgestellt.

Den Themenschwerpunkt Baugrunddynamik leiteten Dipl.-Ing. Johannes Kirstein, BVT DYNIV GmbH und Prof. Dr.-Ing. Bernd Lutz, TFH Berlin/GuD GmbH Berlin, mit der Präsentation einer dynamischen Intensivverdichtung mittels eines maximal 40 t schweren Freifallgewichts im Bereich eines aktiven Erdfallgebietes im Zuge der Bundesautobahn BAB A71 ein. Anschließend wurden von Herrn Dr.-Ing. Wolfram Kuhlmann, Kempen Krause Ingenieurgesellschaft, das gutachterliche Vorgehen bei gerichtlichen und außergerichtlichen Auseinandersetzungen infolge von Erschütterungsübertragungen durch den Baugrund vorgestellt. Dr.-Ing. Hamid Sadegh-Azar, Hochtief Consult, berichtete über den Einfluss der dynamischen Boden-Bauwerk-Wechselwirkung auf die Auslegung von Pfahlgündungen für Großtanks. Ein Beitrag von Herrn Dipl.-Ing. Björn Böhle, Brückner Grundbau GmbH, Essen, über die Pfahlgründung einer Experimentierhalle unter teilweisem Ausschluß der Mantelreibung zur Einhaltung höchster Setzungsanforderungen beendete das interessante und abwechslungsreiche Vortragsprogramm.

Am Rande der Tagung fanden interessante Diskussionen statt und es konnten neue Kontakte geknüpft werden.

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