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TU Berlin

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Abstract 5

Aus dem bewegten Leben einer Hamburger Kaimauer - die Sanierung der Kaimauer am westlichen Magdeburger Hafen in der HafenCity Hamburg

Jörg Franke
Thomas Wieg
IGB Ingenieurgesellschaft, Hamburg

Klaus Fabricius
Ingenieurbüro Dr. Binnewies, Hamburg

Im Rahmen der Konversion von 150 ha Hafenfläche zur HafenCity im Herzen Hamburgs werden die bis zu 150 Jahre alten historischen Kaianlagen saniert. Der Beitrag behandelt das Projekt Kaimauer am westlichen Magdeburger Hafen.

Da nur unzureichende Bestandsunterlagen existieren, waren aufwändige Erkundungsarbeiten erforderlich. Der Ermittlung der Standsicherheit und des Verformungsverhaltens der historischen Kaianlage kam eine besondere Bedeutung zu.

Vom Grundsatz, dass vor Abschluss der Sanierungsarbeiten keine Erhöhung der Belastung auf die Kaianlage erfolgt, musste in diesem Projekt abgewichen werden. Ein rechnerischer Nachweis ergab, dass kein zusätzlicher Erddruck auftreten würde. Das Auftreten von Fließdruck auf die Pfähle konnte jedoch nicht ausgeschlossen werden. Daher wurde die Kaianlage während der Baumaßnahme messtechnisch aufwändig überwacht. Hierdurch wurde der Vergleich mit der rechnerischen Ermittlung des auftretenden Fließdruckes auf die Holzpfähle möglich. Die aufgetretenen Verformungen von mehreren Zentimetern mussten bezüglich der Standsicherheit der Wand bewertet werden.

Das Sanierungskonzept umfasst die Herstellung einer halbhohen rückliegenden neuen Uferwand in Form einer mittels Mikropfählen rückverankerten Stahlspundwand mit einem durchlaufenden Stahlbetonholm. Die Entwicklung der standardisierten Bemessungsansätze unter Berücksichtigung des Hochwasserlastfalls der Elbe werden mittels instationärer Strömungsberechnungen in statischer und hydraulischer Hinsicht erläutert.

Unmittelbar hinter den zu sanierenden Kaianlagen wird die Neubebauung tief gegründet. Die Wechselwirkung der Anker der sanierten Kaianlage mit den Bauwerkspfählen sowie die herstellungsbedingte Restriktionen für beide Gründungssysteme werden behandelt.

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