direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Rückblick

3. Hans Lorenz Symposium im Rückblick

Der Tagungsband kann formlos per Fax oder Email (Informationen siehe Kontakt) am FG Grundbau und Bodenmechanik - Degebo zu einem Preis von 45 € bezogen werden.

Am 11.10.2007 fand an der TU Berlin, Fachgebiet Grundbau und Bodenmechanik - Degebo unter der Leitung von Prof. Savidis das 3. Hans Lorenz Symposium für Baugrunddynamik und Spezialtiefbau statt. Mehr als 230 Teilnehmer aus Industrie, Behörden, Ingenieurbüros, Lehre und Forschung und sonstigen Institutionen haben die insgesamt dreizehn Vorträge verfolgt und an den Diskussionen teilgenommen.

Den Auftakt zu den Vorträgen bildete die von em. Prof. Smoltczyk (Institut für Geotechnik, Universität Stuttgart) gehaltene 3. Hans Lorenz Vorlesung mit dem Titel „Die Phänomenologie der Bodenverformungen - eine historische Betrachtung“. Prof. Smoltczyk verglich die Kenntnisse über das Verformungsverhalten von Böden zu Beginn seiner Karriere mit den Erkenntnissen über mikrophysikalische Vorgänge der neueren Zeit und präsentierte in anschaulicher Form Beispiele.

Den anschließenden Themenschwerpunkt Spezialtiefbau leitete der interessante Vortrag von Herrn Dipl.-Ing. Itzeck, Fa. Bauer, über Tiefbohrungen zur Lagerstättenerkundung für den Diamantenabbau in der kanadischen Tundra ein. Der folgende Vortrag der Herren Schröder, Züblin und Prof. Holz, BTU Cottbus) über den Praxiseinsatz einer internetbasierten Informationsplattform zur Überwachung von Tiefbauarbeiten, bei dem Einblicke in ein aktuelles Meßprogramm gegeben wurden, weckte lebhaftes Interesse.

Das Vormittagsprogramm schloss mit drei Praxisbeispielen aus dem Tunnelbau. Im ersten Vortrag von Herrn Otterbein, Fa. Keller, wurde die erfolgreiche Anwendung des Düsenstrahlverfahrens sowie von Hebungsinjektionen zur Setzungsminimierung bei den Bauvorhaben City-Tunnel Leipzig und Nord-Südbahn Köln dargestellt. Zwei weitere Vorträge von Herrn Weigl, Fa. Bilfinger Berger und Dr. Kirsch (GUD) behandelten den Einsatz der Bodenvereisung zur Sicherung von Tunnelprofilen unter schwierigen geologischen Bedingungen für einen U-Bahn-Tunnel unter dem Donaukanal in Wien sowie für den City-Tunnel Leipzig.

Nach der Mittagspause folgten vier interessante Vorträge über die Sicherung von Baugruben. Unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit stellte Herr Boeck, Fa. Bauer, ein Beispiel für die Anwendung des MIP-Verfahrens als Baugrubenumschließung vor. Herr Garbers, Ingenieurservice Grundbau, präsentierte die Anwendung von Stahlbetonfertigteilen bei einer Dichtwand mit eingestellter Spundwand. im dritten Vortrag beschrieben Herr Böhle und Herr Dr. Linder, Fa. Brückner, anschaulich die sehr komplexen Planungs- und Tiefbauarbeiten beim Bau der neuen U-Bahnstationen im Bereich des Hauptbahnhofs Amsterdam. Im letzten Beitrag wurden von Herrn Brand, Fa. Züblin, unerwartet große Verformungen der Wände einer Baugrube in Berlin bei der Herstellung einer tief liegenden HDI-Dichtsohle auf die bisher bei der Planung nicht berücksichtigte Entspannung von eiszeitlich vorbelasteten Böden durch Baumaßnahmen zurückgeführt.

Den Themenschwerpunkt Baugrunddynamik leitete Prof. Achmus, Leibniz Universität Hannover, mit der Präsentation eines Verfahrens zur Prognose von Bauwerkserschütterungen durch Tiefenrüttlung. Anschließend wurden von Frau Appel (GUD) die Ergebnisse mikroseismischer Untersuchungen für eine extrem schwingungsempfindliche Halle im Bereich des Elektronensynchrotrons PETRA III in Hamburg vorgestellt. Ein Beitrag von Herrn Taşan, TU Berlin, über Versuche an einem zyklisch belasteten Modellpfahl zur Untersuchung von Offshore-Gründungen beendete das Vortragsprogramm.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe